Donnerstag, 17. Oktober 2013

Pointy - Kinder belohnen statt bestrafen


Durch meine 5-jährigen Zwillinge, aber auch durch meine Arbeit im Kinderhort, kommt immer wieder das Thema „Punkteplan“ oder „Belohnungssystem“ auf den Tisch.
Nach einigen Recherchen im Internet bin ich dann auf den „Pointy“, ein elektronisches Belohnungssystem, gestoßen und die Webseite www.pointy.ch und das dazugehörige Erklärungsvideo hatten meine Neugier geweckt.

Umso mehr freute ich mich über die Zusage, ein Gerät testen zu dürfen.
Da das Gerät nur für ein Kind konzipiert ist, entschied ich mich, den Pointy für meine Tochter einzusetzen, die mehr Zuspruch für ihre alltäglichen Aufgaben braucht. Die andere bekam einen selbstgebastelten Punkteplan, auf dem sie sich selbst die Punkte eintragen kann.

Beide Systeme hängen vor den jeweiligen Kinderzimmertüren, um einen besseren Überblick über die Punkte zu haben und eventuelles „Schummeln“ zu vermeiden.

Aber nun zu Pointy:
Der Pointy kam in einem nicht zugeklebten Karton, was mich etwas irritierte. Gefehlt hat aber nichts.

Paketinhalt:
  • 1 Pointy Belohnungssystem
  • 4 Batterien Typ AA
  • 1 Aktivierungskarte mit Kartenband (abnehmbar)
  • 3 Magnete
  • 1 Boardmarker Edding 361 abwischbar
  • Sicherheitshinweise, Bedienungsanleitung in Deutsch und Englisch





Also gleich die Batterien rein und los ging es.
Da der Pointy ziemlich leicht ist, reichten zwei Nägel um ihn an der Wand aufzuhängen.
In der Bedienungsanleitung war alles sehr genau beschrieben und wir konnten unseren Pointy gleich aktivieren. Wir haben uns für den Anfang auf 50 Punkte geeinigt und die Mädchen haben sich als Belohnung einen Prinzessinnen-Rock gewünscht.
Natürlich kann jeder die Ziel-Punktzahl und auch die Belohnung frei wählen.

Der Pointy besteht aus einer Whiteboardtafel und der Elektronik in der Mitte.
Links habe ich ein Bild vom Kind, die zu erreichenden Punkte und die Belohnung, entweder geschrieben oder als Bild mit den mitgelieferten Magneten befestigt. Diese sind jedoch etwas schwach.
Rechts stehen die zu erledigenden täglichen Aufgaben. Da meine Kinder noch nicht lesen können, haben wir sie zusammen besprochen und mittlerweile wissen sie auch sehr genau was sie tun müssen, um Punkte zu erreichen. Man kann aber auch hier mit Bildern arbeiten.

Die Elektronik besteht aus einem grünen Oval mit großem runden Knopf, welcher bei Betätigung in unterschiedlichen Farben aufleuchtet. Der Knopf funktioniert nur bei eingelegter Aktivierungskarte. Auch so kann „schummeln“ vermieden werden.
Zeigt das Plus-Zeichen der Aktivierungskarte nach vorne, ist der Pointy in Normalbetrieb. Steckt man die Karte mit Minuszeichen nach vorne, können Korrekturen vorgenommen werden.
Ist die halbe Ziel-Punktzahl erreicht, erklingt automatisch eine Melodie, unterstützt von verschiedenen Lichteffekten.
Die gleichen akustischen und optischen Effekte erfolgen in verstärkter Form bei Erreichung der Zielpunktzahl.
Als besonderen Anreiz bietet der Pointy noch ein Geschenk für das Kind.
Pro Zielpartie bekommt es per Zufallsgenerator 10% geschenkte Punkte. Da kommt bei den Kids natürlich Freude auf.




Fazit:
Seit wir bei uns zuhause das Pointy Belohnungssystem eingeführt haben, gibt es weniger Diskussionen um die alltäglichen Aufgaben.
Meine Kleine freut sich jedesmal, wenn sie sich einen Punkt drücken darf und natürlich noch mehr, wenn am Ende die Zielmelodie erklingt.
Positiv anzumerken ist, dass sie, die früher mehr Zuspruch brauchte bis sie ihre Aufgaben erledigte,
jetzt ihre Punkte schneller erreicht, als ihre Schwester mit selbstgebasteltem Plan.
Es ist also tatsächlich so, dass die Motivation größer ist. Zumindest bei meinen Kindern.
Den Kritikern, die der Meinung sind, Kinder sollten Aufgaben ohne Belohnung erledigen, möchte ich sagen: Ich bin der Meinung, Kinder haben ab und zu kleine Belohnungen verdient.
Wir haben bis jetzt nur Belohnungen eingesetzt, die sie wahrscheinlich eh mal zwischendurch bekommen hätten. Warum also nicht als Belohnung für ihr gutes Verhalten? So werden sie für die Kinder nochmal zu etwas ganz Besonderem, da sie sich diese selbst erarbeitet haben.
Ich werde also jetzt nach der ausgiebigen Testphase auch für meine andere Tochter einen Pointy bestellen.



Den Pointy könnt ihr bestellen unter www.pointy.ch
Der Preis liegt bei 55,93 Euro inkl. Mehrwertsteuer und versichertem Versand für Deutschland.
Auf das Gerät bekommt man 2 Jahre Garantie.

Kommentare:

  1. Hallo
    Dein Blog gefällt mir und ich werde nun gerne mal vorbei schauen und dein Bericht Klasse
    LG Leane

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